Johannes Pramsohler zählt zur jüngsten Generation vielversprechender Geiger, die sich auf die Aufführung der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts konzentrieren. In Südtirol geboren, erhielt er früh Violin-, Klavier- und Violaunterricht und wurde mit sechzehn bereits im Konservatorium „Claudio Monteverdi“ in Bozen aufgenommen.
Nach dem Diplom bei Prof. Georg Egger studierte er mit einem Arbeitsstipendium der Kulturabteilung des Landes Südtirol an der Guildhall School of Music and Drama in London bei Jack Glickman. Während dieser Zeit entwickelte er ein reges Interesse an der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und besuchte Meisterkurse bei nahezu allen bekannten Barockspezialisten. Anschließend folgten ein zweijähriges Studium am Pariser Conservatoire und intensiver Unterricht bei Rachel Podger und David Takeno in London. Bereits während des Studiums wurde der Geiger regelmäßig von namhaften Barockorchestern eingeladen und unterhält seither eine rege Konzerttätigkeit mit Concerto Köln, Les Arts Florissants und dem Orchestra of the Age of Enlightenment.
Reiche Erfahrung sammelte er aus der Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Simon Rattle, Colin Davis, Masaaki Suzuki, Ivor Bolton, Reinhard Goebel und William Christie. Seit 2005 lebt Johannes Pramsohler als freischaffender Künstler in Paris und erhält zunehmend Konzertaufträge als Solist. Seit 2009 ist er einer der Konzertmeister des französischen Barockorchesters Le Concert d'Astrée unter Emmanuelle Haïm und steht den International Baroque Players, einem neuen Barockorchester in London, als künstlerischer Leiter und erster Geiger vor.
Neben Auftritten in Nord- und Südamerika und im Nahen Osten sind für die kommende Konzertsaison außerdem eine erste Solo-CD und Aufnahmen für Sony, Virgin und Channel Classics geplant.
Johannes Pramsohler spielt auf einer Geige von Pietro Giacomo Rogeri (Brescia, 1713) - 'ex Goebel'.